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12.06.2008

Begrüßung

Tim Hering

copyright Humanistische Union

 

Sehr geehrte Frau Ernst-Zettl, sehr geehrter Herr Pfaff,
liebe ehemalige Preisträger, liebe Mitglieder der HU,
meine sehr geehrten Damen und Herren!

Herzlich willkommen zur heutigen Veranstaltung, bei der wir wieder den Preis „Aufrechter Gang“ verleihen werden, diesmal an Frau Christiane Ernst-Zettl. Das Schicksal hat gefügt, dass Ihr Interesse an dieser Preisverleihung einem ungewöhnlich harten Test unterworfen wurde, von dem wir leider nichts ahnen konnten, als wir das Datum festlegten. Deshalb gilt Ihnen ein besonderer Dank für Ihr Kommen  im Namen der Preisträgerin und der Humanistischen Union.
Der Aufrechte Gang wurde 1988 als Preis von der HU-München als Anerkennung für besonders mutiges Bürgerhandeln geschaffen und seitdem in unregelmäßigem  Abstand verliehen, wobei die längere Pause seit der letzten Verleihung 2002 nicht etwa auf eine bedauerliche Abnahme der Zivilcourage in Bayern zurückgeht, sondern organisatorische Gründe hatte. Den ausführlichen Widmungstext  des Preises finden Sie auf der Innenseite der Einladung.
Die Hintergründe für die diesjährige Verleihung des Preises an Frau Ernst-Zettl wird Herr Pfaff in seiner Laudatio für die Preisträgerin darstellen Er hat den Verlauf der Ereignisse um ihre Person engagiert begleitet und war selbst in einen Konflikt ähnlicher Art  mit der Bundeswehr verwickelt. Er hätte daher unseren Preis gleichermaßen verdient, er hat aber zu unserer Genugtuung bereits mehrfach Anerkennung für seine eigene Haltung erfahren. Deshalb war es für uns eine ganz besondere Freude, dass Herr Pfaff sofort bereit war, die Preisträgerin des heutigen Abends zu würdigen. Niemand wäre dazu berufener!

Lassen Sie mich hier einen persönlichen Gedanken einfügen: Es handelt sich bei den Vorgängen, die zur heutigen Preisverleihung führten, um den Widerstand gegen Vorgesetzte, die von ihren Untergebenen ungesetzliches Verhalten verlangen. Hier erinnere ich mich mit Staunen an meine eigene Vergangenheit als 16-jähriger Soldat, dem 1944 ein solcher Widerstand niemals in den Sinn gekommen wäre, wegen der großen Gefahr, die das für mich bedeutet hätte. Der Unterschied zur Gegenwart ist kaum mehr zu ermessen und darum ist es so wichtig, die Errungenschaften im heutigen Verständnis der Rolle unsrer Soldaten mit aller Entschlossenheit zu verteidigen.
Zu den aufmerksamsten Verteidigern dieses Anliegens gehört ohne Zweifel der Arbeitskreis DARMSTÄDTER  SIGNAL  der Bundeswehr- angehörigen. Er begrüßt die heutige Preisverleihung lebhaft und hat uns aus diesem Anlass eine Botschaft gesendet, mit der ich meine Begrüßung abschließen möchte.

Sie lautet: Grußwort des Darmstädter Signals

Lassen Sie mich damit schließen. Ich danke Ihnen fürs Zuhören und darf nun Herrn Florian Pfaff das Mikrofon für seine Laudatio auf die Preisträgerin übergeben.

Prof. Dr. Wilhelm Tim Hering, HUMANISTISCHE UNION MÜNCHEN

 

Weitere Informationen:

Festakt

Laudatio für Christiane Ernst-Zettl

Rede der Preisträgerin

Ankündigung und Begründung

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