München: Termine, Rechtsextremismus, Asyl & Migration - 9.11.15

Die Opfer ehren – den Anfängen wehren: Für ein buntes und tolerantes München

Von: Wolfgang Killinger / Bündnis

Demo "Die Opfer ehren – den Anfängen wehren

Für ein buntes und tolerantes München"

am 9. November um 17:00 Uhr gegen Pegida am Odeonsplatz in München

München ist bunt! e.V. , das Münchner Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat und die unten genannten Parteien, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und Organisationen rufen auf:

Die Opfer ehren – den Anfängen wehren
Für ein buntes und tolerantes München

Der 9. November 1938 ist in die deutsche Geschichte eingegangen als eine Zäsur, als der Tag an dem im ganzen Land Synagogen, jüdische Einrichtungen und Geschäfte brannten, Juden durch die Straßen getrieben und auf offener Straße ermordet wurden. Der 9. November markiert den Tag, an dem der Staatsterror mit dem Pogrom einen vorläufigen Höhepunkt fand.

Am 9. November 2015 möchte nun die rechtsextreme und rassistische Pegida-Bewegung durch München marschieren.

Die letzten Monate haben gezeigt, dass Pegida bei der Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus und der Hetze gegen Juden, Flüchtlinge, Muslime und politische Gegner keine Grenzen kennt, wie folgende Vorfälle exemplarisch zeigen:

- Der stilisierte Galgen in Dresden für Repräsentanten der Bundesregierung.
- Die Dresdner Pegida-Rede von Akif Pirinçci bei der er äußerte, dass die „KZs ja leider derzeit außer Betrieb sind".
- Die Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus durch die Versuche des rechtsextremistischen Pegida-Versammlungsleiters einen Kranz auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus für „alle Opfer“ niederzulegen.
- die gezielte Besetzung historisch sensibler Orte, wie zum Beispiel der Feldherrnhalle und die Drohung gegenüber politischen Gegnern durch Münchner Pegida-Teilnehmer – darunter ein rechtskräftig verurteilter Neonazi der bei der Grundsteinlegung für das Jüdische Zentrum eine Bombe zünden wollte.

Pegida in München ist durchsetzt von Neonazis und Rassisten. Jeder der hier mitläuft unterstützt diese.

Deshalb setzen wir am 9. November gemeinsam ein Zeichen gegen Pegida und lassen nicht zu, dass am Odeonsplatz – dem Platz, an dem am 9. November 1923 eine Entwicklung ihren Anfang nahm, die im Holocaust mündete – Neonazis und Rassisten ungehindert ihre Parolen verbreiten können.

Wir setzen uns ein, für ein buntes und weltoffenes München!
Alle Demokraten sind gefordert, den Anfängen zu wehren!
 
am 9. November um 17:00 Uhr
gegen Pegida
am Odeonsplatz

Wir danken allen, die an der Gedenkveranstaltung zum 9. November im Alten Rathaussaal teilnehmen und auch denen, die sich an der Demonstration gegen Pegida beteiligen.


Erstunterzeichner des Aufrufes sind unter anderem:
München ist bunt e.V., Bündnis für Toleranz, Bellevue di Monaco, Arbeitsgemeinschaft, katholischer Verbände und Gemeinschaften in der Region München, Ausländer Beirat München, Berufsverband Bildender Künstler München und Oberbayern e. V., BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN München, Caritas – Region München, Centrum für angewandte Politikforschung, CSU München, DGB Bildungswerk Bayern e. V. Region München, DGB München, Evangelische Tutzing, Evangelische Jugend München, Evangelische Stadtakademie München, FDP München, Gegen Vergessen – für Demokratie e.V., Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland, Vikariat in Bayern, Grüne Jugend München, HUMANISTISCHE UNION e.V., Regionalverband München-Südbayern, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern, Josos München, Junges Bündnis für Geflüchtete, Katholikenrat der Region München, KJR (Kreisjugendring) München, Kreisverband DIE LINKE München, KulturRaum München e. V., Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom e.V., Lichterkette e.V. , MÜNCHENSTIFT GmbH - Wohnen und Pflegen in der Stadt, Münchner Flüchtlingsrat, Münchner Forum für Islam, Münchner Volkshochschule, Piratenpartei München, Refugio München, Rosa Liste, Sozialforum München, SPD München, Stadtdekanat München der Evangelisch-Lutherische Kirche, ver.di Bayern, Verein KulturRaum München e. V, Weiße Rose Stiftung e. V.