Polizei, Polizeikontrolle, München: Presse - 30.10.78

Aufruf: Polizeiübergriffe melden

Von: Wolfgang Killinger

AUFRUF

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Wir sind beunruhigt über die Vielzahl polizeilicher Übergriffe hier in München:

AUFRUF

Wir sind beunruhigt über die Vielzahl polizeilicher Übergriffe hier in München:

 

Die Liste solcher Fälle kann verlängert werden; es wurden hier nur einige Beispiele herausgegriffen.

Wann immer solche Vorfälle in den Zeitungen veröffentlicht werden, häufen sich, wie wir von Redakteuren wissen, die Anrufe bei den Redaktionen. Bür¬ger berichten von ähnlichen Vorfällen. Aber - oft trauen sie sich nicht, ihre Namen zu nennen, oft haben sie keine Zeugen. Die meisten gehen davon aus, daß man da ohnehin nichts machen kann.

A B ER: 

Nur eine Veröffentlichung aller Fälle verhindert Wiederholun¬gen;  Schweigen schadet den Opfern und nützt Tätern.


Deshalb ist es erforderlich:


Diese Aufgaben wollen wir wahrnehmen.

Deshalb fordern wir alle auf:

Melden Sie uns alle Fälle, bei denen Polizeibeamte sich Ihrer Auffassung nach nicht korrekt verhalten haben.
 
Diese Berichte werden auf Wunsch vertraulich behandelt. Schreiben Sie an:
"Münchener Initiative gegen das einheitliche Polizeigesetz", Mailaden. Maistraße 29, 8000 München 2, Tel.: (Montag abends) 53 66 25), oder kommen Sie Montag abend vorbei, wenn Sie Hilfe brauchen, Informationen geben kön¬nen oder mitmachen wollen.

 

Dieser Aufruf wird getragen von:

HUMANISTISCHE UNION, OV München,
JUNGDEMOKRATEN, München
INITIATIVE BAYERISCHER STRAFVERTEIDIGER
MÜNCHENER INITIATIVE GEGEN DAS EINHEITLICHE POLIZEIGESETZ


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