{"id":1677,"date":"2022-03-22T20:11:00","date_gmt":"2022-03-22T19:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/?page_id=1677"},"modified":"2022-04-07T12:32:36","modified_gmt":"2022-04-07T10:32:36","slug":"erinnerungen-an-helga-und-wolfgang-killinger","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/erinnerungen-an-helga-und-wolfgang-killinger\/","title":{"rendered":"Erinnerungen an Helga und Wolfgang Killinger"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align:center\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/ywAAAAAAQABAAACAUwAOw==\" fifu-lazy=\"1\" fifu-data-sizes=\"auto\" fifu-data-srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=75&resize=75&ssl=1 75w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=100&resize=100&ssl=1 100w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=150&resize=150&ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=240&resize=240&ssl=1 240w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=320&resize=320&ssl=1 320w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=500&resize=500&ssl=1 500w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=640&resize=640&ssl=1 640w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=800&resize=800&ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=1024&resize=1024&ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=1280&resize=1280&ssl=1 1280w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1&w=1600&resize=1600&ssl=1 1600w\" fifu-data-src=\"https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"Erinnerungen an Helga und Wolfgang Killinger\" title=\"Erinnerungen an Helga und Wolfgang Killinger\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45.jpg?ssl=1 1528w, https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45-336x450.jpg 336w, https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45-560x750.jpg 560w, https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45-768x1029.jpg 768w, https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45-1146x1536.jpg 1146w, https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45-448x600.jpg 448w, https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/04\/HuW_final_60x45-251x337.jpg 251w\" sizes=\"(max-width: 1528px) 100vw, 1528px\" \/><\/div>\n<p>Am 13. September ist Helga Killinger gestorben, ihr Ehemann Wolfgang zwei Monate sp\u00e4ter am 15. November dieses Jahres. Beide &#8222;Urgesteine der HUMANISTISCHEN UNION und mit einem unersch\u00fctterlichen Kompass ausgestattet f\u00fcr die vielen kleinen und gro\u00dfen Ungerechtigkeiten im Lande.&#8220;<\/p>\n<p>So steht es in der Traueranzeige der HUMANISTISCHEN UNION die in der S\u00fcddeutschen Zeitung erschienen ist. Die Erinnerungen von Freunden\/innen und Weggef\u00e4hrten\/innen haben wir als Erg\u00e4nzung zur Traueranzeige gesammelt.<\/p>\n<p><em>Landesverband Bayern<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wer im Ged\u00e4chtnis seiner Lieben lebt,<br \/>\nder ist nicht tot, der ist nur fern;<br \/>\ntot ist nur wer vergessen wird.<br \/>\nImmanuel Kant<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span id=\"Heide_Hering_Muenchen\">Heide Hering, M&uuml;nchen<\/span><\/h2>\n<p>Es ist wohl nicht \u00fcbertrieben zu behaupten, Helga war die Seele der HU- sie war so lange Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, kannte alle, wusste alles.<\/p>\n<p>Ich habe fast mein ganzes politisches Leben mit ihr zusammengearbeitet. Und zwar mit Freuden und mit Gewinn. Und mit Spa\u00df: wir demonstrierten auf dem Stachus als M\u00fcttergruppe mit unseren kleinen Kindern und ausgestopften B\u00e4uchen: wir sind gerne M\u00fctter, aber freiwillig. Oder wir entwickelten die Idee der sieben vom Vatikan anerkannten Verh\u00fctungsmittel und f\u00fchrten sie als wei\u00dfe Br\u00e4ute beim M\u00fcnchner Katholikentag vor: den Apfel, fest zwischen die Beine geklemmt, das Netzs\u00f6ckchen als Verh\u00fcterli, die Smarties als nur s\u00fc\u00dfe Ablenkungspillen &#8230; Ernsthafte Kampagnen haben wir gemeinsam initiiert, das erste Antidiskriminierungsgesetz und &#8211; vor der Wende &#8211; \u201eFrauen in bester Verfassung\u201c. <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Diese Initiative mit tausenden Postkarten f\u00fchrte dann<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">auch tats\u00e4chlich zu einer Grundgesetz\u00e4nderung des Art. 3 GG. <\/span>In den siebziger Jahren gr\u00fcndeten wir den Arbeitskreis Emanzipation- ausdr\u00fccklich von Frau und Mann. Jetzt kam Wolfgang ins Spiel, er war engagierter Feminist und einer der wenigen M\u00e4nner der Gruppe. Ich erinnere mich noch gut, da\u00df wir am Dienstag nie tagen konnten, dienstags machte Wolfgang zu Hause die W\u00e4sche. Wir organisierten eine M\u00fcnchner Tagung \u201eauch der \u201eMann geh\u00f6rt ins Haus\u201c mit einer W\u00e4scheklammer als Tagungsabzeichen.<\/p>\n<p>Gefeiert wurde auch &#8211; eine rauschendes Kost\u00fcmfest hie\u00df \u201eEmanzen tanzen\u201c. Aus der politischen Zusammenarbeit entwickelte sich Freundschaft. Wir feierten zusammen Geburtstage und fuhren zu viert, die Killingers und die Herings, oft auf die documenta. Von dieser Vierergruppe sind diesen Herbst drei gestorben, im September mein Mann Tim, dann Helga, und jetzt Wolfgang. Erst vor kurzem, am Ende unseres Lebens, haben Helga und ich noch den Sterbepass ausgeheckt, eine Erg\u00e4nzung zur Patientenverf\u00fcgung, f\u00fcr den Fall, da\u00df wir dement werden.<\/p>\n<p>So hatten wir beides im Blick, den Anfang und das Ende des Lebens als selbstbestimmte Entscheidung des Menschen.<\/p>\n<h2><span id=\"Helga_Lenz_Luebeck\">Helga Lenz, L&uuml;beck<\/span><\/h2>\n<p>Beharrlich und freundlich, konsequent und warmherzig, offen und geduldig haben sich die &#8222;Killingers&#8220; \u00fcber Jahrzehnte f\u00fcr Humanit\u00e4t und Gerechtigkeit eingesetzt. Ohne Verbitterung, offen f\u00fcr neue Entwicklungen haben sie den Stein des Sisyphus immer wieder ein<br \/>\nSt\u00fcck nach oben gerollt und Denkanst\u00f6\u00dfe gegeben.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr vielen Dank.<\/p>\n<p>Ihr wart und bleibt ein gro\u00dfes Vorbild.<\/p>\n<h2><span id=\"Elfi_Padovan_Muenchen\">Elfi Padovan, M&uuml;nchen<\/span><\/h2>\n<p>Das wunderbare, aufrechte, engagierte Ehepaar Helga und Wolfgang Killinger durfte ich bei meinem Einsatz f\u00fcr einen Gerechten Frieden in Nahost n\u00e4her kennenlernen.<br \/>\nDie beiden waren in M\u00fcnchen die Seele der Humanistischen Union. Ich danke meinem Schicksal, dass ich so wunderbare, unbeirrbar aufrechte Menschen in meinem Freundeskreis haben durfte. Nachdem der lebenslangen Friedensk\u00e4mpferin Judith Bernstein 2017 f\u00fcr den Vortrag \u00fcber ihre Geburtsstadt Jerusalem die Saalnutzung im Gasteig in M\u00fcnchen nur gerichtlich erk\u00e4mpft werden konnte, war auch die HU \u00fcber diese Diskriminierung entsetzt.<br \/>\nIn einer Welt voller Ungerechtigkeiten und unfassbarer Verleumdungen ist man unendlich dankbar f\u00fcr aufrechtes Denken, und das verbindet. Die HU verlieh dann 2018 den Preis &#8222;Der aufrechte Gang&#8220; an die unerm\u00fcdlichen Friedensaktivisten Judith und Reiner Bernstein \u2013 und wieder wurden st\u00e4dtische R\u00e4ume f\u00fcr die HU-Preisverleihung verweigert.<\/p>\n<p>Diese traurigen Vorg\u00e4nge hat die HU in einer bewegenden, aufkl\u00e4rerischen Brosch\u00fcre dokumentiert.<\/p>\n<p>Damit wollten Wolfgang und Helga Killinger im M\u00fcnchner Stadtrat einen konstruktiven Impuls setzen. Gerne habe ich da meine Mithilfe zur Verf\u00fcgung gestellt und in dem sch\u00f6nen, gem\u00fctlichen Haus in Gauting zusammen mit den beiden Lieben die Briefe an 82 Stadtr\u00e4te\/r\u00e4tinnen fertiggestellt. Wir bekamen eine einzige Antwort vom SPD-Fraktionsvorsitzenden, einen k\u00fchlen Dankesbrief.<\/p>\n<p>Danach konnte ich nur mehr die traurige Krankheitszeit freundschaftlich begleiten, bis zur letzten Nachricht, als Wolfgang mitteilte, dass er &#8222;austherapiert&#8220; aus dem Krankenhaus entlassen werde.<\/p>\n<p>Zu einem Krankenbesuch ist es dann leider nicht mehr gekommen, die Ank\u00fcndigung hat Wolfgang Killinger aber noch gefreut.<\/p>\n<p>M\u00fcnchen ist durch den Tod von Helga und Wolfgang Killinger ganz sicher \u00e4rmer geworden.<\/p>\n<p>Die beiden fehlen uns sehr.<\/p>\n<h2><span id=\"Udo_Kauss_Freiburg\">Udo Kau&szlig;, Freiburg<\/span><\/h2>\n<h4><span id=\"Buergerrechte_im_Doppelpack\">B&uuml;rger&shy;rechte im Doppelpack<\/span><\/h4>\n<p>Zuerst durch Helga lernte ich die bayrische Variante von B\u00fcrgerrechten kennen. B\u00fcrgerrechtliches Sprechen auf bayrisch war f\u00fcr mich, selbst in der katholischen Enge Bayern gro\u00df geworden und damals in Berlin lebend, eine v\u00f6llig neue Erfahrung. B\u00fcrgerrechtliches in der damaligen M\u00fcnchener HU-Gesch\u00e4ftsstelle, und durch die offenen Fenster drangen bierseelige Ges\u00e4nge vom nahen Hofbr\u00e4uhaus. Helga verstand es in den vielen Jahren, die sie als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der HU ein Scharnier zwischen den b\u00fcrgerrechtlichen Themen und deren administrativer Umsetzung war, die vielen kleinen und gro\u00dfen Eitelkeiten bei Mitgliedern und Vorstand auf ein HU-vertr\u00e4gliches Ma\u00df herunter zu beamen. Und an ihrer Seite Wolfgang, verl\u00e4sslicher, kenntnisreicher und initiierender Ansprechpartner in allen b\u00fcrgerrechtlichen Fragen.<\/p>\n<p>Wolfgang hat mich zuletzt im Verfahren um die Verfassungswidrigkeit der automatisierten polizeilichen Kennzeichenerfassung (verdachtslose Massenkontrolle &#8211; Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18.12.2018) begleitet und mit seinem Sachverstand daf\u00fcr gesorgt, dass wir informationstechnischen Laien (und das Gericht) nicht den besch\u00f6nigenden Darstellungen der Exekutive aufgesessen sind.<\/p>\n<p>Helga und Wolfgang, B\u00fcrgerrechte im Doppelpack, lebten diese mutig und ohne zustimmungsheischenden schiefen Blick, bis zuletzt &#8211; in der schwierigen BDS-Debatte.<\/p>\n<h2><span id=\"Hedwig_Krimmer_Muenchen\">Hedwig Krimmer, M&uuml;nchen<\/span><\/h2>\n<p>Ob bei Veranstaltungen zum Jahrestag des Oktoberfestanschlags, ob bei Treffen gegen das bayerische Versammlungsgesetz, wann auch immer wir Veranstaltungen im Gewerkschaftshaus hatten: Wenn ich sah, wie Helga und Wolfgang durch die T\u00fcr kamen, wurde mir warm ums Herz. Sie waren f\u00fcr mich in ihrer ganzen Ausstrahlung die menschliche Verk\u00f6rperung des Humanismus. Sie redeten fast nie aber h\u00f6rten aufmerksam zu. Sie waren nie \u00fcberschw\u00e4nglich, aber ganz bei der Sache. Einmal, als ich bei einer Versammlung f\u00fcr die<br \/>\nKampagne Versammlungsfreiheit die Nerven verlor und laut wurde \u2013 stand Wolfgang auf und verlie\u00df wortlos den Raum. Da stand ich vorne und mir rutschte das Herz in die Hose &#8211; diese Lehre werde ich nie vergessen. Man schreit nicht Menschen an, mit denen man zusammenarbeiten will.<\/p>\n<h2><span id=\"Franz_Josef_Hanke_Marburg\">Franz Josef Hanke, Marburg<\/span><\/h2>\n<h4><span id=\"Diskussionen_nie_verloren\">Diskus&shy;si&shy;onen nie verloren<\/span><\/h4>\n<p>Als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin hat Helga Killinger immer danach getrachtet, die Arbeit der HU-Regionalgliederungen vor Ort zu unterst\u00fctzen. Wenn sich der HU-Ortsverband Marburg wochenlang nicht mehr bei ihr gemeldet hatte, dann rief die Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin aus M\u00fcnchen an und fragte, wie es mir geht und was sonst so anliegt. Mit dem Umzug der HU-Bundesgesch\u00e4ftsstelle von M\u00fcnchen nach Berlin hat Helga ihr Amt als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin aufgegeben. Doch ging sie nicht im Groll, sondern blieb der HU als engagierte Mitstreiterin f\u00fcr B\u00fcrger- und Frauenrechte verbunden. \u00dcber die 40 Jahre unserer gemeinsamen Arbeit in der HU hinweg habe ich sie immer als Humanistin wahrgenommen, die ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter als Menschen wertsch\u00e4tzt und nicht nur als Mitstreitende.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen war Wolfgang Killinger jahrzehntelang &#8222;der Mann f\u00fcr \u0301s Pr\u00e4sidium&#8220;: Zahlreiche Delegiertenkonferenzen und Verbandstage hat er moderiert und sich um eine kontroverse wie zugleich auch immer konstruktive Diskussionskultur bem\u00fcht. Oft war<br \/>\ndas eine schwierige Aufgabe.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Wolfgang die letzten Jahre trotz merklicher Altersbeschwerden immer noch zu &#8222;neuen Ufern&#8220; wie beispielsweise dem Geheimdiensttribunal aufbrach, merkte man Helga ihr Alter kaum an. Beide blieben gesund im Geist, was mich am Ende darauf<br \/>\nhoffen l\u00e4sst, dass B\u00fcrgerrechtsarbeit fithalten kann.<\/p>\n<h2><span id=\"Till_Mueller-Heidelberg_Bingen\">Till M&uuml;ller-Hei&shy;del&shy;berg, Bingen<\/span><\/h2>\n<p>Wolfgang Killinger &#8211; das war jahrzehntelang ein Synonym f\u00fcr HU Bayern. Und ein Zweites: Wenn vom Geheimdienst Verfassungsschutz die Rede war, dann war Wolfgang Killinger einer vom einem halben Dutzend Namen, die einem zu diesem Thema sofort einfielen, war er doch einer der Mitverfasser (zusammen mit Werner Holtfort, J\u00fcrgen Seifert, Hannes Haupt und Till M\u00fcller-Heidelberg) des ersten gro\u00dfen HU-Memorandums 1981 zu dieser verfassungssch\u00e4dlichen Beh\u00f6rde: &#8222;Die (un)heimliche Staatsgewalt. Memorandum zur Reform des Verfassungsschutzes&#8220;. Damals glaubten wir noch an die Reformierbarkeit des Verfassungsschutzes.<\/p>\n<p>Helga Killinger &#8211; das war f\u00fcr mich und viele immer Herz und Seele der HU, war sie doch ebenfalls Jahrzehnte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der HU. Und sie wusste einfach alles \u00fcber die HU.<\/p>\n<h2><span id=\"Gunda_Diercks-Elsner_Luebeck\">Gunda Diercks-Elsner, L&uuml;beck<\/span><\/h2>\n<p>Beeindruckt haben mich an Helga und Wolfgang neben ihrer Herzlichkeit und Toleranz ihre unbeirrbare Zielstrebigkeit, wenn es um die Verwirklichung und den Schutz der B\u00fcrgerrechte, ihre T\u00e4tigkeit f\u00fcr die Humanistische Union ging. Dabei waren sie immer mit einem herrlich entspannten Humor ausgestattet und haben uns insbesondere in M\u00fcnchen viele wunderbare Stunden bereitet.<\/p>\n<p>Ich bedaure sehr, sie in den letzten Jahren nicht mehr getroffen zu haben.<\/p>\n<h2><span id=\"Rosemarie_Will_Berlin\">Rosemarie Will, Berlin<\/span><\/h2>\n<p>Helga und Wolfgang haben mich mit ihrer Freundschaft beschenkt und mir damit die Welt des linksliberalen B\u00fcrgertums der alten Bundesrepublik und die Geschichte der Humanistischen Union erschlossen. Ihr Wirken in der Humanistische Union war f\u00fcr mich<br \/>\nbeispielhaft. Ihr immer abrufbares allt\u00e4gliches Engagement und ihre Art, lebenswichtige Dinge des Alltags wie Selbstbestimmung beim Sex, in Ehe und Familie, beim Sterben und schon sehr fr\u00fch beim Umgang mit unseren pers\u00f6nlichen Daten, als b\u00fcrgerrechtliche Themen zu bearbeiten und f\u00fcr sie einzutreten, hat mich tief beeindruckt und auch gepr\u00e4gt. Sie geh\u00f6ren zu denen, durch die mir klar geworden ist, warum es wichtig ist, stetig in der Bundesrepublik f\u00fcr die Verteidigung und Erweiterung der Grundrechte auch jenseits aller parteipolitischen Debatten einzutreten.<\/p>\n<h2><span id=\"Jennifer_Clayton-Chen_Muenchen\">Jennifer Clayton-Chen, M&uuml;nchen<\/span><\/h2>\n<h4><span id=\"Fuer_Helga_und_Wolfgang_im_November_2021\">F&uuml;r Helga und Wolfgang, im November 2021<\/span><\/h4>\n<p>HU-B\u00fcro M\u00fcnchen, Br\u00e4uhausstra\u00dfe: der Raum \u00fcbers\u00e4t mit hohen Papier- und B\u00fccherstapeln, auch die St\u00fchle \u201ebesetzt\u201c. Inmitten des nach einem Geheimcode geordneten Chaos Helga, fr\u00f6hlich scherzend gemeinsam mit Helfern Rundschreiben eint\u00fctelnd. Delegiertenkonferenz: Helga strahlend, funkelnde Augen, immer den Schalk im Nacken, pr\u00e4sent, voll da, auf ihr Gegen\u00fcber fokussiert; Wolfgang etwas im Hintergrund am Gespr\u00e4ch teilnehmend,<br \/>\nschmunzelnd, gem\u00fctlich brummend, manchmal laut auflachend. \u00dcberl\u00e4sst seiner Ch\u00e9rie gerne die Star-Rolle. Ch\u00e9ri, Ch\u00e9rie: wie zauberhaft. So werde ich sie in Erinnerungbehalten.<\/p>\n<h2><span id=\"Guenther_Gerstenberg_Muenchen\">G&uuml;nther Gerstenberg, M&uuml;nchen<\/span><\/h2>\n<p>Vor etwa 50 Jahren hatten viele ihre pr\u00fcgelnden und schweigenden Elternh\u00e4user endg\u00fcltig verlassen oder waren aus trostlosen Kinderverwahranstalten davongelaufen, viele hatten mit der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft gebrochen. Die strukturelle Gewalt machte uns zu Au\u00dfenseitern. Ich lebte im Kreis gleichaltriger Frauen und M\u00e4nner. Wir waren zwar keine braven L\u00e4mmchen und hatten manches auf dem Kerbholz, die Repressionsorgane aber schlugen gnadenlos zu, provozierten Panik, Verzweiflung, Aggression und Autoaggression. Wir gingen davon aus, dass die Staatsmacht als ausf\u00fchrendes Organ der alten Gewalten uns nicht nur einhegen, sondern eliminieren wollte; unsere Wut richtete sich besonders gegen die \u201eSchei\u00dfliberalen\u201c, die das wohlfeile Wort von \u201eFreiheit\u201c immer so aalglatt im Munde f\u00fchrten und damit die herrschenden Strategie demokratisch verkleideten.<\/p>\n<p>Mitte der 70er Jahre kam ich eher zuf\u00e4llig zu einer Versammlung, die die Jahrhunderte dauernde Unterdr\u00fcckung der Frauen thematisierte. Es sprach unter anderen Helga Killinger. Ich h\u00f6rte aufmerksam zu. Frau Killinger zerpfl\u00fcckte mit Genuss die verlogene Doppelmoral der Verfechter des Paragraphen 218, die nicht zuletzt emanzipierte Frauen als \u201eM\u00f6rderinnen\u201c beschimpften, und erl\u00e4uterte akribisch die verheerenden Konsequenzen f\u00fcr Kinder, die in eine kinderfeindliche Welt geworfen werden. Ihre Forderungen, um die katastrophalen Zust\u00e4nde zu beseitigen, verstand ich nur zum Teil, was ich aber begriff: Es gibt Menschen, die etwas tun, das \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht, dass wir Desperados uns noch bewegen k\u00f6nnen. Sie setzen sich daf\u00fcr ein, dass Grundrechte nicht verw\u00e4ssert oder gar geschleift werden. Mit<br \/>\nausdauernder Z\u00e4higkeit und mit List arbeiten sie sogar daran, die Basis der Grundrechte zu verbreitern. Nicht nur mit Worten, sondern mit TATEN. Viele von uns begriffen jetzt, dass es nicht nur \u201ewir hier und die dort\u201c gibt, nein, wir sind nicht die einzigen, die dem Goliath entgegentreten, da gab und gibt es noch viel mehr.<\/p>\n<p>Heute meine ich: Ohne Euch w\u00e4ren wir nicht mehr da. Wir senken unsere schwarzen Fahnen. Die durchgeknallten Desperados danken Helga und Wolfgang Killinger von ganzem Herzen.<\/p>\n<h2><span id=\"Judith_Bernstein_Muenchen\">Judith Bernstein, M&uuml;nchen<\/span><\/h2>\n<p>Helga und Wolfgang Killinger haben mein verstorbener Ehemann Reiner und ich bei unseren gemeinsamen Freunden Heide und dem vor kurzem verstorbenen Ehemann Tim Hering kennengelernt.<\/p>\n<p>Helga ist mir sofort durch ihre engagierte, aber vor allem herzliche und liebensw\u00fcrdige Art aufgefallen. Wolfgang schien mir ebenfalls eine sehr engagierte und ernste Person in der Tradition der Humanistischen Union &#8211; beide eben im Geist von Fritz Bauer, dem<br \/>\nMentor der HU. Sehr \u00fcberrascht waren Reiner und ich, als wir erfuhren, dass Heide der HU empfahl, Reiner und mir den Preis \u201eAufrechter Gang\u201c zu verleihen f\u00fcr unseren Einsatz zur Verlegung von Stolpersteinen in M\u00fcnchen sowie unseren unerm\u00fcdlichen Beitrag zur Vers\u00f6hnung zwischen Israelis und Pal\u00e4stinensern. Allerdings wurden der HU<br \/>\ns\u00e4mtliche R\u00e4ume verweigert mit der Begr\u00fcndung, dass die \u201ePreistr\u00e4gerin als Mitglied der J\u00fcdisch-Pal\u00e4stinensischen Dialoggruppe M\u00fcnchen auf der Unterst\u00fctzerliste der BDS Kampagne steht\u201c. Heide, Helga, Wolfgang und Wolfgang St\u00f6ger gaben nicht auf, und so fand die Preisverleihung am 28.01.2018 vor 350 Personen und mit wunderbaren Reden von Dr. Tilman Spengler und Wolfgang St\u00f6ger statt.<br \/>\nIch denke, dass diese Veranstaltung auch Helga und Wolfgang gepr\u00e4gt hat, eben auch hier das Verm\u00e4chtnis von Fritz Bauer weiterzuf\u00fchren: das Gedenken an den Holocaust als Mahnung wachzuhalten, was aber nicht bedeutet, dass der Holocaust als Freibrief f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen dienen kann. Denn die einzige Lehre aus Auschwitz kann nur sein, dass so etwas sich niemals und nirgendwo wiederholt.<\/p>\n<h2><span id=\"Wolfgang_Stoeger_Muenchen\">Wolfgang St&ouml;ger, M&uuml;nchen<\/span><\/h2>\n<p>Seit etwa sechs Jahren war ich mit Wolfgang Killinger im Vorstand der Humanistischen Union. Wir organisierten Veranstaltungen mit dem NS-Dokumentationszentrum zu Fritz Bauer, verliehen an Bernhard Anton Rauball sowie Judith und Reiner Bernstein den Preis Aufrechter Gang, machten eine Podiumsdiskussion zur Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit in M\u00fcnchen, diskutierten die B\u00fcrgerrechte im Betrieb, die bayerische Verfassung u.a.m. Helga Killinger nahm an allen Veranstaltungen teil. Sie und Wolfgang waren meist die ersten und gingen als letzte.<\/p>\n<p>Ab 2020 war die Vorstandsarbeit deutlich reduziert, nicht nur wegen der coronabedingten Einschr\u00e4nkungen, sondern auch wegen der Erkrankung von Wolfgang. In den letzten ein bis eineinhalb Jahren telefonierte ich fast w\u00f6chentlich mit Helga, um nach Wolfgang zu fragen. Jeder Anruf kostete mich etwas \u00dcberwindung, weil ich eine schlechte Nachricht bef\u00fcrchtete. Die gab es auch. Nachbehandlung, wieder Krankenhaus, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme &#8230;.<\/p>\n<p>Aber immer h\u00f6rte ich eine freundliche, lebensfrohe Frau. Oft habe ich Hilfe angeboten, das war nie n\u00f6tig. Umgekehrt: Helga hat gefragt, wo sie die Arbeit des Vorstands unterst\u00fctzen k\u00f6nnte. Unvergesslich bleiben, das fr\u00f6hliche Lachen (besonders, wenn ich gesagt habe, dass sie unglaublich viel leistet) und immer das abschlie\u00dfende, badisch gef\u00e4rbte: &#8222;Ade&#8220;. Von Wolfgang gab es weiterhin sporadische R\u00fcckmeldungen \u00fcber E-Mail. Zur Mitgliederversammlung, Ende Juni, kam er von der Krankheit gezeichnet, begleitet von einem Krankenpfleger. Zum ersten Mal ohne Helga! Vor dem Ende der Versammlung, schrieb er auf ein Blatt Papier: \u201e<em>Lieber Wolfgang, ich muss bald gehen, Helga braucht mich. K\u00f6nntest Du die 2 x5 vorg\u00e4nge an die Vorst\u00e4nde f\u00fcr Werbezwecke verteilen. W<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Ab Sommer dieses Jahres telefonierte ich nicht mehr mit Helga Killinger, ich habe nur noch die\/den Krankenpfleger\/in erreicht. Am 13. September ist Helga Killinger gestorben. Im September teilte Wolfgang dem Vorstand das bittere Ergebnis der \u00e4rztlichen Untersuchungen mit und legte sein \u201eHU-Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung nieder\u201c.<\/p>\n<p>Am 15. November ist Wolfgang Killinger gestorben.<\/p>\n<p>Ich werde Euch nicht vergessen!<\/p>\n<h2><span id=\"Assunta_Tammelleo_Gelting\">Assunta Tammelleo, Gelting<\/span><\/h2>\n<p>Helga und Wolfgang habe ich vor vielen vielen Jahren (also meiner Erinnerung nach Anfang der 90er Jahre) mitten in M\u00fcnchen in der Gesch\u00e4ftsstelle der Humanistischen Union (die ja in der Br\u00e4uhausgasse gewesen ist) getroffen. Es gab dort einen von den Killingers f\u00fcr die HU ins Leben gerufenen Arbeitskreis \u201eTrennung von Staat und Kirche\u201c. Der tagte dort in der Regel vier Mal im Jahr. Es war eine lose Zusammenkunft von Engagierten aus der Humanistischen Union, von den Freidenkern, vom bfg M\u00fcnchen (von dem aus ich dort war) und noch andere interessierte Menschen. Es war ein angenehmes Klima, herzlich und freundlich. Es wurde viel und ernst diskutiert, es wurden Aktionen geplant, Beteiligungen an Demos vereinbart, aber auch viel gelacht. Helga und Wolfgang waren nachdr\u00fcckliche Bef\u00fcrworter einer echten Trennung von Staat und Kirche und haben dieses Thema nie aus den Augen verloren. Keine Ahnung mehr, wann es war, aber irgendwann bin ich dann in die HU eingetreten, die Arbeit insbesondere der Landesgruppe in Bayern (geleitet von Helga und Wolfgang) hat mich sehr beeindruckt.<\/p>\n<p>Helga war zum Zeitpunkt, als ich das erste Mal in der Gesch\u00e4ftsstelle der HU auftauchte, wohl dort noch Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, insgesamt 22 Jahre hatte sie dieses Amt inne. Die beiden, Helga und Wolfgang, waren nicht nur ein ausgesprochen harmonisch wirkendes Paar, sondern auch eines, das auf geradezu nat\u00fcrliche Weise gleichberechtigt wirkte. Beide waren gleicherma\u00dfen spannende Pers\u00f6nlichkeiten, interessierte politisch engagierte Menschen und anregende Gespr\u00e4chspartner. Solch ein Paar habe ich in den inzwischen \u00fcber 35 Jahren, die ich insbesondere auch s\u00e4kular politisch aktiv bin, kaum noch andere getroffen (das kann man\/frau an einer Hand abz\u00e4hlen). Und wir waren \u2013 Helga, Wolfgang und ich \u2013 politisch vielf\u00e4ltig verbunden, denn es ging uns dreien auch nicht nur um die Trennung von Staat und Kirche, sondern nat\u00fcrlich auch um Abr\u00fcstung, Frauenrechte, Gleichberechtigung insgesamt, Widerstand gegen Rassismus und Antisemitismus usw. usw. Zusammen waren wir auf Demos, auf Osterm\u00e4rschen und auch als Mitl\u00e4uferInnen (sozusagen) ab 2007 bei den CSD-Paraden in M\u00fcnchen. Und: im Wechsel mit der HU haben wir irgendwann einmal begonnen, auf Einladung des damaligen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers von Radio LoRa M\u00fcnchen 92,4 \u2013 Dietmar Freitsmiedl &#8211; auch Radio zu gestalten.<\/p>\n<p>Es war dann auch in 2007, dass wir vom Vorstand des bfg M\u00fcnchen beschlossen hatten, bei unserer Heidenspa\u00dfparty an Karfreitag (das ist nochmal eine ganz andere Geschichte; diese Party war der Beginn einer Klage durch alle Instanzen gegen das Tanzverbot an sog. Stillen Tagen) unsere ordentlichen Mitglieder Helga und Wolfgang Killinger zu Ehrenmitgliedern zu machen. Sie haben diese Ehrenb\u00fcrgerschaft<br \/>\nbeide angenommen. Und sie haben unsere bfg-Aktivit\u00e4ten immer auch mitgetragen und mit unterst\u00fctzt. Auch, als wir 1995 im Anschluss an das erste Kruzifix-Urteil sozusagen (aus Karlsruhe) in M\u00fcnchen einen \u201eGottlosen-Stammtisch\u201c begr\u00fcndeten, da hatten wir auf unserem bfg-Anrufbeantworter \u00fcble Morddrohungen! Aber Helga und Wolfgang haben auch solche Aktivit\u00e4ten, die nicht alle gut fanden, immer mit Engagement mitgetragen und uns unterst\u00fctzt&#8230;<\/p>\n<p>Und irgendwann, vor mindestens 12 Jahren, haben wir zuf\u00e4llig festgestellt, dass Wolfgang, Helga und auch ich sehr gerne Skifahren. Und \u2013 alle drei &#8211; seit Jahren immer zum Skifahren in Lech am Arlberg sind. Und dann haben wir uns auch dort getroffen. Beim letzten Mal hatte die Helga schon aufgeh\u00f6rt mit dem Skifahren, da ist dann der Wolfgang halt mit dem gemeinsamen Sohn Michael noch gefahren. Das war auch immer sehr entspannt, wenn wir uns da getroffen haben. Und sehr, sehr gesellig.<\/p>\n<p>Sehr traurig bin ich, dass sie nicht mehr bei uns sind, so wie wir sie kennen. Mit Helga und Wolfgang Killinger sind politisch und sozial engagierte Menschen nicht mehr bei uns, wie es sie so kaum noch oft geben wird. Zu hoffen bleibt, dass sie friedlich, mit sich im Reinen und<br \/>\nohne Schmerzen diese letzte Reise angetreten haben. W\u00e4hrend ich hier schreibe, schaue ich nach oben und recke die gestreckten Zeige- und Mittelfinger in Richtung Wolke sieben (oder neun oder wie auch immer).<\/p>\n<p>Liebe Helga, lieber Wolfgang, Ihr bleibt unvergessen! Vielen Dank f\u00fcr die wunderbaren Begegnungen&#8230;<\/p>\n<h2><span id=\"Hansjoerg_Siebels-Horst_Muenchen\">Hansj&ouml;rg Siebels-Horst, M&uuml;nchen<\/span><\/h2>\n<p>Laut meinem Mitgliedsausweis bin ich Anfang 1982 in die HU eingetreten. Etwas sp\u00e4ter habe ich f\u00fcr den Ortsvorstand in M\u00fcnchen kandidiert, wurde gew\u00e4hlt, und sp\u00e4testens damit begann eine lange Zeit der Freundschaft mit Helga und Wolfgang. Im Einsatz f\u00fcr<br \/>\nB\u00fcrgerrechte waren beide unerm\u00fcdlich, Wolfgang eher ruhig, \u00a0geduldig argumentierend, Helga temperamentvoller und mit einem ansteckenden Lachen. Besonders erinnere ich mich an die gemein- samen Vorbereitungen f\u00fcr die Preisverleihungen \u201eAufrechter Gang\u201c, und nicht zuletzt an die vielen Hindernisse, die der M\u00fcnchner HU durch die Stadt M\u00fcnchen bei der Ehrung von Judith und Reiner Bernstein in den Weg gelegt wurden. Mancher h\u00e4tte da vielleicht aufgegeben, aber nicht ein Wolfgang Killinger. Es gab aber nicht nur politisch Verbindendes, es war eine auch menschlich bereichernde gemeinsame Zeit, die nun Vergangenheit ist.<\/p>\n<p>Ich werde beide nicht vergessen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 13. September ist Helga Killinger gestorben, ihr Ehemann Wolfgang zwei Monate sp\u00e4ter am 15. November dieses Jahres. 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