{"id":159,"date":"2020-08-28T12:04:17","date_gmt":"2020-08-28T10:04:17","guid":{"rendered":"http:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/rede_der_preistraegerin\/"},"modified":"2021-08-30T15:44:50","modified_gmt":"2021-08-30T13:44:50","slug":"rede_der_preistraegerin","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/","title":{"rendered":"Judith Bernsteins Danksagung"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"csi-imagewrap\">\n<dl class=\"csi-image\">\n<dt><span class=\"migrated-image\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/ywAAAAAAQABAAACAUwAOw==\" fifu-lazy=\"1\" fifu-data-sizes=\"auto\" fifu-data-srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=75&resize=75&ssl=1 75w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=100&resize=100&ssl=1 100w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=150&resize=150&ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=240&resize=240&ssl=1 240w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=320&resize=320&ssl=1 320w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=500&resize=500&ssl=1 500w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=640&resize=640&ssl=1 640w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=800&resize=800&ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=1024&resize=1024&ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=1280&resize=1280&ssl=1 1280w, https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1&w=1600&resize=1600&ssl=1 1600w\" class=\"migrate-image\" fifu-data-src=\"https:\/\/i0.wp.com\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg?ssl=1\"><\/span><\/dt>\n<dd class=\"csi-caption\">\n<p class=\"csc-caption\">Judith Bernstein   &copy;G. Gerstenberg<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<div class=\"csi-text\">\n<p class=\"bodytext\">Sehr geehrte Damen und Herren,<br \/>liebe Freundinnen und Freunde,\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich m&ouml;chte mich bei der Humanistischen Union und vor allem bei Heide Hering, Helga und Wolfgang Killinger, Wolfgang St&ouml;ger und Dr. Hansj&ouml;rfg Siebels-Horst f&uuml;r die Verleihung des Preises &bdquo;Der Aufrechte Gang&ldquo; an meinen Mann und mich bedanken. Wir wissen, dass gerade die diesj&auml;hrige Preisverleihung viel M&uuml;he bereitet hat. Nachdem die Durchf&uuml;hrung der Veranstaltung in st&auml;dtischen R&auml;umen untersagt worden ist, haben Sie, lieber Herr Killinger, unerm&uuml;dlich weitergesucht und sich f&uuml;r diese Preisverleihung eingesetzt. Auch bei unserem Laudator Dr. Tilman Spengler m&ouml;chte ich mich ganz herzlich bedanken. Schon seit vielen Jahren unterst&uuml;tzt Du, lieber Tilman, unsere Arbeit sowohl in Sachen Stolpersteine als auch in der Suche nach einer L&ouml;sung des Konflikts zwischen Israelis und Pal&auml;stinensern.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich freue mich, dass so viele Freunde und Bekannte heute hier sind, um mit uns zu feiern. Besonders freue ich mich, dass unsere Tochter Shelly Steinberg extra aus Tel Aviv angereist ist. Ihr k&ouml;nnt Euch vorstellen, dass Shelly, die politisch regierungskritisch eingestellt ist und mich quasi von links &uuml;berholt hat, es in Israel nicht leicht hat. F&uuml;r ihre Haltung wurde sie von einem rechten Israeli sogar k&ouml;rperlich angegriffen, als sie 2014 an einer Demonstration gegen den Krieg im Gazastreifen teilnahm.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Auch unsere Tochter Sharon Blumenthal und unser Schwiegersohn Eric Blumenthal aus K&ouml;ln engagieren sich sowohl bei den Themen Stolpersteine als auch beim Nahostkonflikt und waren uns immer eine gro&szlig;e moralische Unterst&uuml;tzung. Unsere Enkelin Talja war mit drei Jahren bei der Verlegung der Stolpersteine f&uuml;r ihre Ururgro&szlig;eltern im Harz dabei und hat in ihrer Schule Geld f&uuml;r eine Klasse in Gaza gesammelt. Auch unsere Enkelin Edna hat bereits mit ihrer Familie die Patenschaft f&uuml;r drei Stolpersteine in der Stra&szlig;e &uuml;bernommen, in der die Familie wohnt. Danke, dass Ihr alle heute bei uns seid!\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Stolpersteine und Nahostkonflikt &ndash; zwischen diesen zwei Polen bewegt sich mein politisches Leben. Die Stolpersteine stehen f&uuml;r meine Familie, meine Herkunft. F&uuml;r meine Gro&szlig;eltern, die 1943 aus Erfurt nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurden, und f&uuml;r meine Eltern, die 1935 aus Deutschland fliehen mussten. Sie konnten nach Pal&auml;stina entkommen, nachdem kein anderes Land sie aufnehmen wollte. Sie waren weder religi&ouml;s, noch waren sie Zionisten und wussten nichts von Pal&auml;stina &ndash; das Land war ihnen vollkommen fremd. Das galt auch f&uuml;r die Menschen, die sie antrafen, f&uuml;r die Kultur und f&uuml;r die Sprache.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Von den sogenannten Sabres, den in Israel Geborenen, wurden sie, die Jeckes (so nannte man die Juden, die aus Deutschland kamen) bel&auml;chelt, weil sie so deutsch, so korrekt waren. Wegen ihrer deutschen Sprache wurden sie bisweilen sogar als Nazis beschimpft. Ihre Sehnsucht nach Deutschland mit den gr&uuml;nen W&auml;ldern, den Bergen und dem vielen Wasser haben sie auf uns Kinder &uuml;bertragen. So f&uuml;hlte ich mich auch fast zuhause, als ich vor 50 Jahren als Stipendiatin der Stadt M&uuml;nchen erstmals nach Deutschland kam. Es war mein Vater, der mir mit auf dem Weg gab, dass es an meiner Generation sei, sich mit den jungen Deutschen zu vers&ouml;hnen.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Schon damals in den 1960er Jahren habe ich den starken Patriotismus und Nationalismus abgelehnt und meinte, in ein Land zu kommen, wo es so etwas aufgrund der &bdquo;j&uuml;ngsten Vergangenheit&ldquo; nicht gebe und geben d&uuml;rfe. Aus heutiger Sicht ziemlich naiv, aber diesen Eindruck habe ich mit vielen ausl&auml;ndischen Studenten in M&uuml;nchen geteilt. Gerade heute, wo der Nationalismus allerorts wieder erstarkt, sind Projekte wie die Stolpersteine als Zeichen der Erinnerung so immens wichtig. Bei den vielen Verlegungen, an denen ich teilgenommen habe, kam immer wieder die Sprache auf M&uuml;nchen &ndash; keiner konnte das hiesige Verbot nachvollziehen.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Nahostkonflikt ist eigentlich eine Fortsetzung meiner Familiengeschichte. Meine Eltern fanden in Pal&auml;stina einen Zufluchtsort. Aber gleichzeitig wissen wir, dass dadurch auch neues Unrecht entstand. Es waren aber gerade deutschsprachige Juden, die aufgrund ihrer bitteren Erfahrungen mit Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit im Deutschen Reich, in &Ouml;sterreich sowie in der Tschechoslowakei und eben auch Menschen wie meine Eltern und ihre Freunde, die sich durchaus ein Zusammenleben mit den Pal&auml;stinensern vorstellen konnten, denn &ndash; wie sie sagten, und das war ihnen klar &ndash; waren sie ja die Sp&auml;tgekommenen.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich bin ohne Hass auf Araber aufgewachsen und hatte das Gl&uuml;ck, einige von ihnen &ndash; vor allem christliche Pal&auml;stinenser &ndash; durch das gro&szlig;e Sportgesch&auml;ft meiner Eltern im Zentrum Jerusalems kennenzulernen. Das hat mich gepr&auml;gt. Allerdings gab es im Alltag keine Kontakte zu ihnen, sie waren im Bewusstsein der Israelis einfach nicht vorhanden. Erst nach dem Sechstagekrieg konnte man sie nicht mehr ignorieren. Es war eine Zeit der nationalreligi&ouml;sen Euphorie, und so interessierte sich auch dann keiner f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung auf der anderen Seite. Nach und nach wurde uns aber bewusst, was Besatzung bedeutet &ndash; Unterdr&uuml;ckung, Dem&uuml;tigung und Schikane.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In keinem anderen Ort spiegelt sich die Brutalit&auml;t der Besatzung so wider wie in meiner Geburtsstadt Jerusalem, wo Pal&auml;stinenser aus ihren H&auml;usern vertrieben werden, um Platz f&uuml;r Siedler zu schaffen. Jerusalem ist das Herzst&uuml;ck des Konflikts, und das Herzst&uuml;ck von Jerusalem ist der Tempelberg, das Noble Heiligtum (&bdquo;Haram Al-Sharif&ldquo;).\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In Jerusalem b&uuml;ndeln sich alle Facetten des Konflikts. Deshalb ist f&uuml;r die Pal&auml;stinenser dieser Ort ein Symbol der Besatzung und der Ungerechtigkeit. Gerade in der letzten Zeit, nach der Ank&uuml;ndigung Donald Trumps, Jerusalem als die alleinige Hauptstadt Israels anzuerkennen und die Botschaft bis 2019 nach Jerusalem zu verlegen, konnten wir erleben, was f&uuml;r eine zentrale Bedeutung diese Stadt f&uuml;r die Menschen hat. Diese Ank&uuml;ndigung ist ein Affront nicht nur gegen die Pal&auml;stinenser, sondern gegen die gesamte muslimische und freie Welt. Ohne eine L&ouml;sung f&uuml;r Jerusalem wird es keinen Frieden geben. Auf Ostjerusalem, Al-Quds &ndash; die Heilige &ndash;, werden die Pal&auml;stinenser nie verzichten.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bei jedem unserer Besuche haben mein Mann und ich festgestellt, wie sich die Situation verschlechtert hat. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe an, Angeh&ouml;rige der Friedensgruppen auf beiden Seiten zu unterst&uuml;tzen, so die Frauen von Machsom Watch, die ich bei meinen Besuchen an den Checkpoints begleite, oder die Combatants for Peace &ndash; ehemalige israelische Soldaten und pal&auml;stinensische Freiheitsk&auml;mpfer, die der Gewalt abgeschworen haben und sich gemeinsam f&uuml;r das Ende der Besatzung und f&uuml;r Frieden einsetzen.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Unsere wichtigste Verpflichtung sehen wir allerdings darin, hier in Deutschland die Menschen zu sensibilisieren, indem wir &uuml;ber die Situation vor Ort berichten. Auch versuchen wir schon seit Jahren, in Berlin unsere Politiker davon zu &uuml;berzeugen, endlich politischen Druck aufzubauen, um den politisch und moralisch unhaltbaren Zust&auml;nden ein Ende zu bereiten. Sie, liebe G&auml;ste, k&ouml;nnen sich vorstellen, wie entt&auml;uscht und frustriert wir aus vielen Gespr&auml;chen gekommen sind. Wir wissen, dass man in Berlin die Situation gut genug kennt, aber man denkt nicht &uuml;ber Alternativen nach, die den Frieden f&ouml;rdern. Wie oft haben wir uns eingestehen m&uuml;ssen, dass wir nichts erreichen, und doch wussten wir, dass man die Menschen vor Ort, die noch immer zusammenarbeiten und an eine Zukunft f&uuml;r beide V&ouml;lker glauben, nicht allein lassen darf.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wie wir gerade in den letzten Monaten gesehen haben, spielen solche &Uuml;berlegungen im M&uuml;nchner Stadtrat keine Rolle. Viel wichtiger scheint es zu sein, sich nicht mit der Israelitischen Kultusgemeinde anzulegen. In einer Presseerkl&auml;rung lobt Charlotte Knobloch beim Stadtrat die Verabschiedung des Antrags gegen die BDS-Kampagne. Ihr besonderer Dank &bdquo;gilt den Stadtr&auml;tinnen und Stadtr&auml;ten, die den Antrag initiiert und ihre Kolleginnen und Kollegen &uuml;berzeugt haben, diesen mitzutragen&#8220;.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nach dem Beschluss des Stadtrats habe ich an Oberb&uuml;rgermeister Dieter Reiter einen Brief geschrieben, in dem ich dargestellt habe, warum ich mich engagiere, und ihn darum bat, den Beschluss zu &uuml;berpr&uuml;fen, denn: Ich m&ouml;chte in einer toleranten und friedvollen Stadt leben sowie meinen T&ouml;chtern und ihren Kindern in Deutschland und in Tel Aviv das Gef&uuml;hl der Geborgenheit vermitteln. Vor einer Woche erhielt ich seine Antwort: &bdquo;Der Beschluss tr&auml;gt zu einem respektvollen, toleranten und friedvollen Klima innerhalb der M&uuml;nchner Stadtgesellschaft bei&hellip;&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ich halte es f&uuml;r extrem gef&auml;hrlich, dass sich der Stadtrat eine undifferenzierte Interpretationshoheit vorbeh&auml;lt. Bei aller berechtigten Sorge um den wachsenden Antisemitismus ist doch gerade eine deutliche Differenzierung zwischen Israelkritik und Antisemitismus so wichtig. Die Auswirkungen von Pauschalverurteilungen bekommen wir nun unmittelbar zu sp&uuml;ren.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Denn ermutigt durch den Stadtratsbeschluss hat eine Gruppe, die sich &bdquo;M&uuml;nchner B&uuml;rger gegen Antisemitismus und Israelhass&#8220; nennt, anonym ein Schreiben an Gastst&auml;tten wie das Stadtcaf&eacute;, Ruffini und Dukatz verschickt, in dem sie diese Lokale auffordert, nicht die T&uuml;ren f&uuml;r &bdquo;Propaganda-Veranstaltungen zu &ouml;ffnen&#8220;, gemeint ist hier ganz konkret f&uuml;r die J&uuml;disch-Pal&auml;stinensische Dialoggruppe M&uuml;nchen. Die Verfasser des Schreibens rechtfertigen ihr Vorgehen ausgerechnet mit der Meinungsfreiheit: &bdquo;Das h&ouml;chste Gut einer humanistischen, demokratischen Haltung ist die Bewahrung der Meinungsfreiheit. Dies sollte in Deutschland selbstverst&auml;ndlich sein.&#8220; Das Recht, sich kritisch mit der realen Politik des Staates Israel auseinanderzusetzen, f&auml;llt somit aus ihrer Sicht nicht unter die Meinungsfreiheit.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Diese Gruppe, hinter der haupts&auml;chlich ein Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde steht und nicht gebremst wird, schickt seit Jahren Diffamierungsbriefe an OB Reiter, beide Kirchenleitungen und andere Institutionen. Zuletzt hat sich die Gruppe auch an das Filmtheater Sendlinger Tor gewandt und mit Nachdruck darum gebeten, die heutige Veranstaltung im Kino abzusagen. &bdquo;Organisieren Sie Veranstaltungen mit der BDS, k&ouml;nnen Sie ebenso die NPD unterst&uuml;tzen&#8220;, hei&szlig;t es in ihrem Brief. Auch eine Akademie, die den Namen Janusz Korczak okkupiert hat, bedankt sich f&uuml;r den Beschluss des M&uuml;nchner Stadtrats und fordert eine Erweiterung des Beschlusses: &bdquo;Der grassierende Antisemitismus unter dem Deckmantel der Israelkritik verschwindet nicht durch den Beschluss. Auch Vermieter von privaten R&auml;umlichkeiten sollten sich ihrer Verantwortung f&uuml;r die Stadtgesellschaft bewusst sein.&#8220; Die BDS-Bewegung soll verboten werden, aber geleichzeitig wird zum Boykott gegen uns aufgerufen &ndash; wie absurd. Umso mehr bin ich dankbar daf&uuml;r, dass diese Preisverleihung heute hier stattfinden kann.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wir sollen diffamiert und mundtot gemacht werden. Aber was ist das im Vergleich zu den Menschen, die in Pal&auml;stina und Israel leben? Was bedeutet es, wenn Friedensgruppen, die t&auml;glich um den Rest von Demokratie und Rechtsstaat k&auml;mpfen und deshalb verunglimpft werden, hier in Deutschland nicht die M&ouml;glichkeit haben zu berichten, wie in der Evangelischen Akademie Tutzing vorgesehen &ndash; wo sie wieder ausgeladen wurden, weil man dem Druck nicht standhalten wollte?\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wir d&uuml;rfen den Kampf f&uuml;r eine gerechte L&ouml;sung f&uuml;r beide V&ouml;lker nicht aufgeben. Indem wir f&uuml;r die Rechte der Pal&auml;stinenser k&auml;mpfen, k&auml;mpfen wir auch f&uuml;r die Israelis, denn es gibt keinen Frieden f&uuml;r Israel ohne einen Frieden f&uuml;r Pal&auml;stina.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Deshalb appelliere ich auch heute an unsere Politiker in Berlin und in M&uuml;nchen: Es ist eine Illusion zu glauben, dass man das historische Unrecht an den Juden mit einem anderen Unrecht, dem an Pal&auml;stinensern, &bdquo;wiedergutmachen&ldquo; kann.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Herzlichen Dank\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a href=\"http:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/fileadmin\/hu_upload\/media\/audio\/2018-Bayern\/Dok-PreisverlHU-R4-JBernstein-SendlTorKino-280118.mp3\">Sie k&ouml;nnen die Aufzeichnung der&nbsp;Danksagung hier nachh&ouml;ren (14:25 Minuten)<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Judith Bernstein &copy;G. Gerstenberg Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Freundinnen und Freunde, Ich m&ouml;chte mich bei der Humanistischen Union und vor allem bei Heide Hering, Helga und Wolfgang Killinger, Wolfgang St&ouml;ger und Dr. Hansj&ouml;rfg Siebels-Horst f&uuml;r die Verleihung des Preises &bdquo;Der Aufrechte Gang&ldquo; an meinen Mann und mich bedanken. Wir wissen, dass gerade die diesj&auml;hrige [weiterlesen]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":160,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"tags":[],"autoren":[],"class_list":["post-159","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Judith Bernsteins Danksagung - HU Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Judith Bernsteins Danksagung - HU Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Judith Bernstein &copy;G. Gerstenberg Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Freundinnen und Freunde, Ich m&ouml;chte mich bei der Humanistischen Union und vor allem bei Heide Hering, Helga und Wolfgang Killinger, Wolfgang St&ouml;ger und Dr. Hansj&ouml;rfg Siebels-Horst f&uuml;r die Verleihung des Preises &bdquo;Der Aufrechte Gang&ldquo; an meinen Mann und mich bedanken. Wir wissen, dass gerade die diesj&auml;hrige [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"HU Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-08-30T13:44:50+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"10\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/preis_aufrechter_gang-2017\\\/rede_der_preistraegerin\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/preis_aufrechter_gang-2017\\\/rede_der_preistraegerin\\\/\",\"name\":\"Judith Bernsteins Danksagung - HU Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/preis_aufrechter_gang-2017\\\/rede_der_preistraegerin\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/preis_aufrechter_gang-2017\\\/rede_der_preistraegerin\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/typo3temp\\\/pics\\\/a7b6fc9c14.jpg\",\"datePublished\":\"2020-08-28T10:04:17+00:00\",\"dateModified\":\"2021-08-30T13:44:50+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/preis_aufrechter_gang-2017\\\/rede_der_preistraegerin\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/preis_aufrechter_gang-2017\\\/rede_der_preistraegerin\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/preis_aufrechter_gang-2017\\\/rede_der_preistraegerin\\\/#primaryimage\",\"url\":\"http:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/typo3temp\\\/pics\\\/a7b6fc9c14.jpg\",\"contentUrl\":\"http:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/typo3temp\\\/pics\\\/a7b6fc9c14.jpg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/preis_aufrechter_gang-2017\\\/rede_der_preistraegerin\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Preis &#8218;Aufrechter Gang&#8216; der Humanistischen Union M\u00fcnchen\\\/S\u00fcdbayern\",\"item\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Festakt zur Preisverleihung an Judith und Dr. Reiner Bernstein\",\"item\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/preis_aufrechter_gang\\\/preis_aufrechter_gang-2017\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Judith Bernsteins Danksagung\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"HU Bayern\",\"description\":\"Eine weitere HU Network Website\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/suedbayern.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Judith Bernsteins Danksagung - HU Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Judith Bernsteins Danksagung - HU Bayern","og_description":"Judith Bernstein &copy;G. Gerstenberg Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Freundinnen und Freunde, Ich m&ouml;chte mich bei der Humanistischen Union und vor allem bei Heide Hering, Helga und Wolfgang Killinger, Wolfgang St&ouml;ger und Dr. Hansj&ouml;rfg Siebels-Horst f&uuml;r die Verleihung des Preises &bdquo;Der Aufrechte Gang&ldquo; an meinen Mann und mich bedanken. Wir wissen, dass gerade die diesj&auml;hrige [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/","og_site_name":"HU Bayern","article_modified_time":"2021-08-30T13:44:50+00:00","og_image":[{"url":"http:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg","type":"","width":"","height":""}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"10\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/","url":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/","name":"Judith Bernsteins Danksagung - HU Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg","datePublished":"2020-08-28T10:04:17+00:00","dateModified":"2021-08-30T13:44:50+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/#primaryimage","url":"http:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg","contentUrl":"http:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/typo3temp\/pics\/a7b6fc9c14.jpg"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/rede_der_preistraegerin\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Preis &#8218;Aufrechter Gang&#8216; der Humanistischen Union M\u00fcnchen\/S\u00fcdbayern","item":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Festakt zur Preisverleihung an Judith und Dr. Reiner Bernstein","item":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/preis_aufrechter_gang\/preis_aufrechter_gang-2017\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Judith Bernsteins Danksagung"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/","name":"HU Bayern","description":"Eine weitere HU Network Website","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/pages\/159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/comments?post=159"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/pages\/159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1610,"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/pages\/159\/revisions\/1610"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/pages\/160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=159"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/suedbayern.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}