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HUMANIS­TI­SCHE UNION: Kardinal Wetter ist blind gegen­über dem wirkli­chen Leben

02. Januar 1998

Zu der Weihnachtspredigt von Kardinal Wetter erklärt der Sprecher des Landesverbands Bayern der HUMANISTISCHEN UNION,  Prof. Dr. Wilhelm Hering:

Die Äußerungen von Kardinal Wetter in der Frauenkirche fordern Entsetzen und entschiedenen Widerspruch heraus. Den meisten Menschen ist der Unterschied zwischen einem befruchteten Ei und einem Kind, das geboren und viele Jahre in Liebe großgezogen wurde, offenkundig. Wenn der Kardinal von „kleinen Natalies, die im Schoß der Mutter getötet werden“ spricht, so rückt er damit Frauen und Mütter, die sich schweren Herzens zu einer Abtreibung entschließen, in die Nähe von Sexualverbrechern. Dies zeugt von einer Blindheit gegenüber dem besonderen Wert des geborenen Lebens und einer Ahnungslosigkeit vom wirklichen Leben, die bei einem hohen Vertreter der kirchlichen Hierarchie zwar nicht unerklärlich, aber zutiefst erschreckend sind.

Prof. Dr. Wilhelm Hering
Sprecher des Landesverbands Bayern
der HUMANISTISCHEN UNION