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Tod einer Polizistin

11. Dezember 2000

Die HUMANISTISCHE UNION München und der  
Hoffmann und Campe Verlag

laden ein zu einer
Diskussionsrunde zum Buch
    
Tod einer Polizistin. Die Geschichte eines Skandals

von Dieter Schenk

Montag, 11. Dezember 2000 – 19.30 Uhr
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 80802 München, Telefon 089/33 31 39. U-Bahn Linien 3 und 6: Giselastr.

Eintritt frei. Eine Spende ist jedoch willkommen.

TeilnehmerInnen: 

  • Dieter Schenk, Autor
  • Margit Braun, betroffene Mutter
  • Dr. Thomas Etzel, Rechtsanwalt
  • Wolfgang Jandke, BAG Kritischer Polizistinnen und Polizisten e.V.
  • Polizeipräsident Dr. Roland Koller oder Stellvertreter (angefragt)

Moderation: Jennifer Clayton-Chen, HUMANISTISCHE UNION

„Ein Drittel aller Polizistinnen wird gemobbt“, so die Sprecherin der „Kritischen PolizistInnen“ Bianca Müller. Aus aktuellem Anlaß laden wir Sie zu dieser Diskussionsrunde ein, denn drei Tage später, am 14. Dezember, findet in München der Zivilprozess gegen Kai-Uwe W. statt. W. war der Dienstgruppenleiter der jungen Polizistin Silvia Braun, die sich im Februar 1999 auf dem Weg zum  Dienst in der Münchner Polizeiinspektion 14 erschoss.

Zum Buch von Dieter Schenk: Der Autor hat vier Selbstmordfälle von jungen Polizistinnen in den letzten fünf Jahren gründlich recherchiert, mit Beteiligten und Angehörigen gesprochen und zahllose Dokumente gesammelt. Für sein Buch, das aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes fiktional angelegt ist, lässt er Motive und immer wiederkehrende Muster von Mobbing gegen Frauen in die Erzählung einfließen.

ffe.Hanna Büttner, eine gerechtigkeitsliebende junge Frau mit sportlichen Neigungen, hat sich für eine Laufbahn bei der Polizei entschieden. Zunächst ist sie überaus erfolgreich und gewinnt die Sympathien ihrer Kollegen. Doch allmählich wird ihr klar, dass gerade die erfolgreichen, selbstbewussten Frauen bei der Polizei eine heikle Aufgabe erwartet. Männliche Kollegen machen ihr das Leben planmäßig schwer. Weil sie die Exzesse eines Kollegen gegen Ausländer brandmarkt, wird sie durch systematisches Mobbing in die Verzweiflung getrieben. Am Ende findet sie keinen Ausweg und tötet sich mit ihrer Dienstwa

Dieter Schenk, geboren 1937, war jahrzehntelang Kriminalbeamter, zuletzt Kriminaldirektor beim BKA. Er ist Mitglied der BAG Kritischer Polizistinnen und Polizisten. Bekannt wurde er durch den Tatsachenroman „BKA – Reise nach Beirut“. Für sein Buch „Die Post von Danzig – Geschichte eines deutschen Justizmordes“ wurde er in Polen und in Deutschland mit Auszeichnungen geehrt. Seit 1998 ist Schenk Honorarprofessor der Universität Lodz mit einem Lehrauftrag für die Geschichte des Nationalsozialismus.